Erprobung des 2. Lernmoduls

Im Projekt Social Augmented Learning ist neben der Entwicklung der Lernmodule auch eine Erprobung der Lernanwendung sowie der umgesetzten Fachinhalte geplant. Das zweite Lernmodul, das aktuell umgesetzt wurde und sich mit dem Thema der Druckabwicklung befasst, wurde bisher in zwei Berufsschulen erprobt. Darüber hinaus ist der Praxistest in mehreren Ausbildungsbetrieben geplant. Im Folgenden geben wir einen kurzen Einblick in diese Erprobungen, zeigen auf wie diese abgelaufen sind und berichten in Auszügen von den zur Evaluation durchgeführten Interviews.

Schlagwortwolke ausgewählter Testimonials der teilnehmenden Lehrkräfte. Darunter unter anderem "Faszinierend. Genial." und "Ich bin regelrecht begeistert."

Auszug aus dem Feedback der teilnehmenden Lehrkräfte

Berufskolleg Ost der Stadt Essen

Die erste Erprobung fand am Berufskolleg Ost der Stadt Essen mit 11 Auszubildenden (darunter zwei Bogenoffsetdrucker, der Rest Rollenoffset-, Flexo- und Digitaldrucker) im 2. Lehrjahr statt. Die technische Einrichtung der Tablets (WLAN, Konnektivität) sowie die Einweisung der Lehrperson in die Neuerungen zur ersten Erprobungsphase wurden bereits zuvor vorgenommen. Nach einer kurzen Erkundungsphase bearbeiteten die Lernenden mithilfe des Lernmoduls einen vom Lehrer vorbereiteten Lückentext, der im Anschluss gemeinsam ausgewertet wurde. Des Weiteren wurde die Maschine in der Augmented Reality erkundet und ein Exkurs in die Thematik des ersten Lernmoduls durchgeführt. Zum Abschluss wurde der Lernerfolg mittels der im Modul integrierten Multiple Choice Übungen kontrolliert.

„Da wir Medientechnologen unterschiedlicher Richtungen ausbilden, wäre eine Übertragung in andere Bereiche, z.B. auf den Rollendruck oder den Digitaldruck, sinnvoll. Mit Sicherheit ließen sich hier vergleichbare Lernmodule erstellen.“
Berufsschullehrer

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Schlagwortwolke ausgewählter Testimonials der teilnehmenden Auszubildenden.

Auszug aus dem Feedback der teilnehmenden Auszubildenden

Technisch-gewerbliches BBZ II Saarbrücken

Eine zweite Erprobung wurde am technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum II Saarbrücken durchgeführt. Die 5 Teilnehmer (zwei Offsetdrucker, zwei Siebdrucker, ein Digitaldrucker) befanden sich im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung und konnten die Erprobung im schuleigenen Drucksaal durchführen. Nach einer kurzen Einführung in das Projekt und einer Demonstration der Funktionsweise durch einen Projektmitarbeiter, konnten die Teilnehmer das Lernmodul eigenständig erkunden. Hierbei wurde oft intuitiv zwischen der Darstellung des 3D-Modells und dem Augmented-Reality-Modus gewechselt. Bereits in dieser Phase entstand eine rege Diskussion über Modulinhalte und Verbesserungsvorschläge. Unter Anleitung des teilnehmenden Lehrers beinhaltete die anschließende Phase eine Wiederholung und Vertiefung der wichtigsten Lerninhalte (hier vor allem die Druckfehler), die mit dem gemeinsamen Bearbeiten der Multiple-Choice-Aufgaben des Lernmoduls abgeschlossen wurde.

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Evaluation und Feedback

Um für die Weiterentwicklung und Optimierung der Anwendung ein konstruktives Feedback zu erhalten, wurden im Anschluss an die Praxiserprobungen zum einen leitfadengestützte Interviews, zum anderen offene Diskussionsrunden durchgeführt.

Daraus resultierend konnten zunächst technische Mängel identifiziert und zusammengetragen werden. Beispielsweise kam es gelegentlich zu Programmabstürzen oder die Dreh- und Zoomfunktion konnte nicht intuitiv korrekt bedient werden. Auch die Social Tags, die zum Zeitpunkt der Erprobung noch nicht funktionstüchtig waren, wurden von einigen Teilnehmern vermisst. So wurde mehrfach der Wunsch nach „Pop-Up-Erklärungen am 3D-Modell“ geäußert. Des Weiteren schien das Sperren der Navigation für SchülerInnen im lehrergeleiteten Unterricht nur bedingt zu funktionieren.

Neben diesen technischen Mängeln konnten aus dem Feedback aber auch einige Verbesserungsvorschläge und Anregungen entnommen werden. Viele Teilnehmer fänden eine Start- und Stoppfunktion für Animationen vorteilhaft. Auch der Wunsch nach „mehr Augmented Reality“ wurde geäußert, und als Beispiel der komplette Papierlauf durch eine Druckmaschine genannt. Inhaltliche Modul-Anpassungen wurden zum einen für die Grund-, Mittel- und Oberstufe aber auch für die verschiedenen Fachrichtungen der Medientechnologen angeregt.

Diese Anregungen sind für das Projekt-Team eine wichtige Orientierung bei der Weiterentwicklung und Optimierung der SAL-Anwendung.

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Galerie der 2. Erprobungsphase

Judit Klein-Wiele

Judit Klein-Wiele ist seit dem 01.08.2014 wissenschaftliche Hilfsfachkraft im Forschungsprojekt Social Augmented Learning am Institut für Systemforschung der Informations-, Kommunikations- und Medientechnologie der Bergischen Universität Wuppertal. Sie studiert die Fächerkombination Mathematik und Druck- und Medientechnik im Studiengang Master of Education (Lehramt an Berufskollegs).

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